Porsche 356 A Cabriolet

Der Porsche 356 A: der Inbegriff eines puristische Sportwagen: Offen, Steckscheiben, Schalensitze und voll versenkbares Verdeck

Unsere ID 1207
Hersteller Porsche
Model 356 A Cabriolet
Produktionszeitraum 1955-1959
Baujahr 1959
Lenkung Linkslenker
Exterieur Rot
Interieur Leder beige
Motor 4 Boxermotor
Hubraum 1.571 ccm
Leistung 44kW/60PS
Extras Sicherheitsgurte, Spiegel rechts

…oder wie war das damals eigentlich?

Am Ende des zweiten Weltkriegs hatte sich das Porsche-Konstruktionsbüro nach Gmünd in Kärnten zurückgezogen und begann mit Überlegungen zu zivilen Fahrzeugprodukten nach dem abzusehenden Kriegsende. Die wesentlichen Gedanken befassten sich dabei mit der Weiterentwicklung und den Produktionsmöglichkeiten für den VW-Käfer. Parallel dazu wurde aber auch über eine Fahrzeugfamilie nachgedacht und dabei ein Sportwagen unter der Verwendung von Serienteilen aus der Käferkonstruktion konzipiert: Die Idee des Porsche 356 war geboren! Infolge der französischen Kriegsgefangenschaft von Ferdinand Porsche führte sein Sohn Ferry das Vorhaben fort und in mühsamer Hand- und Kleinarbeit entstanden  1948 die ersten Exemplare mit Aluminiumkarosserie.  Als Ferdinand das erste Exemplar Nr.1 zu sehen bekam soll er gesagt haben: Keine Schraube hätte ich anders gemacht! Mit dem Umzug 1950 nach Stuttgart begann die Umstellung auf Stahlkarosserien der Firma Reutter, für deren unnachahmliches, richtungsweisendes  Design Erwin Komenda verantwortlich zeichnete, der schon den Käfer stylte. Der Start der regulären 356-er Produktion wurde der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.      

…oder wie er wirklich ist.

Ausgeliefert wurde er 1959 in Alaska die USA, 1991 kam er nach Deutschland und wurde in der Folgezeit aufwändig restauriert. Technik und Optik befinden sich in hervorragendem Zustand. Eine ausführliche Dokumentation über die Restaurierung liegt vor. 2012 wurde eine umfangreiche Inspektion der technischen Komponenten durchgeführt und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen  vorgenommen. Reutter Karosserie, Matching Number Motor und Farbgebung in der Auslieferungsspezfikation nach vorliegendem Datenblatt der Porsche AG.

…oder was kann er denn noch?

Der 356-er Spezialist Werner Otto aus Lohmar bei Köln formulierte 1986 in der Motor Klassik im Vergleich zum 911-er folgendes: „Der 356-er ist mehr mit der Fahrbahn verbunden. Man hat das Gefühl mit dem Hintern über die Straße zu schleifen. Selbst in einem 356-er  Coupe befällt mich ein Freiheitsgefühl wie sonst nur auf dem Motorrad“. Noch stärker ist dies erfahrbar in einem Cabrio mit abgesenkten Seitenscheiben.  Er vermittelt besonders nachdrücklich das Fahrverhalten der frühen 356-er, bei dem sich ein Ausbrechen des Hecks früh ankündigt und gut pariert werden kann. Wer ein solches Fahrzeug erwirbt hat eine zukunftsweisende Investition mit Herz und Verstand getätigt.