Salon Rétromobile 2017 im Rückblick

Mit der Retromobile in Paris hat Anfang Februar der Reigen der europäischen Oldtimer-Messen in diesem Jahr wieder begonnen.

Die Retromobile war 1975, als Oldtimer-Liebhaber noch eine kaum wahrgenommene und etwas seltsam anmutende Randgruppe von Liebhabern alter Autos war, eine der ersten Messen für klassische Automobile überhaupt. Und sie war von Anfang an etwas Besonderes und anders als alle vergleichbaren Messen die danach folgten, wobei eben die Größe der Ausstellungsfläche und die Anzahl der ausgestellten und angebotenen Fahrzeuge nicht die entscheidenden Maßstäbe sind.

Es ist die erlesene Mischung aus der Präsentation und den Verkaufsangeboten auch äußerst seltener Automobile, sowie automobiler Kunst, Automobilia und Klassiker-Teile, die alljährlich zum Saisonauftakt die hochkarätigsten Händler und Sammler dazu bewegt an die Pariser Porte de Versailles zu kommen.

Ein wichtiger Bestandteil der Retromobile ist traditionell die große Auktion, die zum Teil im altehrwürdigen Grand Palais, in dem in den 1950er Jahren noch der Pariser Automobil-Salon stattgefunden hat, als auch in den davor aufgebauten weißen Zelten zelebriert wird.  Diese Auktion ist, zumal am Beginn der Saison, ein international beobachteter Gradmesser.

Spektakulärstes Ergebnis war ein Porsche 993 Turbo Cabriolet, bei dem der Hammer erst bei einem Gebot von 1,2 Mio. Euro fiel. Auch wenn ein ebenfalls angebotener Porsche 911 2,7 RS nicht die auf früheren Auktionen gesetzte Marke von einer dreiviertel Mio. Euro erzielte, von einem Niedergang oder einer Inflation der Werte klassischer Automobile kann aufgrund auch dieser Auktions-Ergebnisse keine Rede sein.

Und auch Arthur Bechtel Classic Motors war in diesem Jahr erstmalig in Paris mit dabei, wobei unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt wurden. Es ist das internationale Flair dieser Messe und ein hochrangiges Publikum von Interessenten und Sammlern, das uns überzeugt hat. Wir werden auf der Retromobile im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.

Abschließend noch ein kurzer Hinweis bezüglich der Anreise. Egal ob man nun nur für einen Tag nach Paris kommt, oder die Retromobile für einen mehrtägigen (und zweifellossehr reizvollen) Städtetrip nutzt - im TGV ist man in drei Stunden zehn Minuten von Stuttgart aus in Paris. Das bedeutet zum Beispiel morgens um 7.00 h ab Stuttgart, sind Sie um 10.10 h in Paris Gare del'Est und in 30 Minuten mit der Metro an der Porte de Versailles. Und abends gegebenenfalls das gleiche wieder zurück. Bequem und ohne jeglichen Stress.