Der Markt für klassische Automobile wird immer undurchsichtiger

Der Oldtimer-Markt - da erzählen wir Ihnen nichts Neues - boomt. Da hat sich, wie die Fakten belegen, auch im Jahr 2015 nichts dran geändert. Was unterscheidet den Deutschen Aktienindex (DAX) vom Deutschen Oldtimer-Index (DOX)? Letzterer bewegt sich schon seit Jahren nur in eine Richtung, nämlich permanent nach oben. 

Allein im vergangenen Jahr hat das Barometer für klassische Automobile wieder von 2282 auf 2413 Punkte zugelegt. Gestartet war das Bewertungssystem 1999 mit einem Basisindex von 1000 Punkten. Die seit nunmehr 17 Jahren nur marginal sich veränderte Steigerungsrate lag 2015 wieder bei 5,6 Prozent. Nur sehr wenige Renditeobjekte haben einen derart kontinuierlichen Wertzuwachs zu verzeichnen. Und das trotz wirtschaftlich politischer Turbulenzen wie zum Beispiel der weltweiten Banken- und Finanzkrise die im Jahr 2007 in den USA ihren Anfang nahm und über Jahre hinweg die Volkswirtschaften der Welt bedrohlich in Schieflage gebracht hatten. 

Aber wie das so ist in einem Markt in dem bei stetig steigenden Preisen der vermeintlich schnelle Euro zu verdienen ist. Es gibt nicht wenige schwarze Schafe in unserem Metier und hier dürfen wir den Chefredakteur in seinem Leitartikel der März-Ausgabe der Motor Klassik zitieren: „Der Markt für klassische Automobile wird immer undurchsichtiger. Nicht zuletzt im Zuge der enormen Preissteigerungen der vergangenen Jahre sind einige Händler eingestiegen, die zuvor womöglich mit Bananen gehandelt haben und den Kunden jeden Mist andrehen. Dem Käufer eines Sportwagens mit wunderbar hochdrehendem Motor etwa riet kürzlich ein Verkäufer, die ersten paar tausend Kilometer nicht über 3500 zu drehen, der Wagen sei lange gestanden. Der Mann kippte schon auf der Heimfahrt zwei Liter Öl in die Maschine!“ 

Weitaus gravierender, und auch das dürfte inzwischen vielen Oldtimer-Enthusiasten bekannt sein, sind jedoch die Folgen wenn es um das Thema Original-Zustand geht. Groß ist eben die Versuchung nicht dem Original entsprechende Komponenten wie z.B. Motor und Getriebe, oder nicht stimmige Karosserie-Details zu verschweigen, aus einer stark limitierten Auflage eines Sportwagens für den rennsportlichen Einsatz eine „Recreation“ zu zaubern aber als Original zu verkaufen - oder gar einen hochkarätigen Klassiker komplett neu aufgebaut auf die Räder zu stellen - alles bis auf die letzte Schraube ist ja heute perfekt zu realisieren. Zwischen einem perfekten Neubau als „Original“ und einem wirklichen Originalfahrzeug können naturgemäß jedoch bis zu mehreren 100 Prozent Wertunterschied liegen. 

Mehr denn je muss man also im Oldtimer-Handel sehr genau hinschauen und die Spreu vom Weizen trennen, um am Ende nicht übel getäuscht zu werden. Viele Insider der Klassiker-Szene haben sich einen hohen Kenntnisstand über die anspruchsvolle Materie historischer Automobile angeeignet und wissen worauf zu achten ist. Genauso wichtig, wenn nicht wichtiger ist es, sich im Oldtimerhandel durch solide Sachkenntnis sowie durch ein hohes Maß an Erfahrung und Know-how ein Profil des Vertrauens zu erarbeiten und Qualität in jeder Hinsicht immer wieder unter Beweis zu stellen. So wie Arthur Bechtel Classic Motors als „Urgestein“ des Oldtimer Handels, das seit mehr als vier Jahrzehnten mit Erfolg praktiziert. 

Wenn die Oldtimer-Saison nun wieder beginnt, freuen wir uns Sie auf zahlreichen nationalen sowie internationalen Events der klassischen Automobil-Szene herzlich begrüßen zu dürfen: 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.