Mercedes 24/100/140 Murphy

Einmaliger Mercedes-Benz der von Porsche konzipierten Baureihe  24/100/140 mit bildschöner Murphy-Karosserie - Ein Blickfang und Fahrzeug der High-Society!

Technische Daten
Unsere ID 1062
Hersteller Mercedes
Model 24/100/140 Murphy
Produktions-zeitraum 1924-1926
Baujahr 1925
Lenkung Linkslenker
Exterieur Blau
Interieur Leder rot
Motor 6 in Reihe
Hubraum 6.240ccm
Leistung 103kW/140PS
Extras Holzspeichenräder
Preis auf Anfrage
Garantie 1 Jahr, vollumfänglich

Standort:

Böblingen

Verfügbarkeit

sofort verfügbar
Kontakt

Die Ära

Oder wie war das damals eigentlich?

Paul Daimler, Sohn des Firmengründers der Daimler-Motoren-Gesellschaft und Technischer Direktor, schied zum Jahresende 1922 aus der Firma aus. Sein Nachfolger wurde kein Geringerer als der von AustroDaimler kommende Ferdinand Porsche. Er begann 1923 das bisherige Flaggschiff, den 28/95, abzulösen und eine neue Baureihe von Sechszylinder-Motoren zu konstruieren. Im Jahre 1924 war die Einführung zweier neuer Mercedes Luxuswagen mit 4-Liter bzw. 6,2-Liter Hubraum das Ergebnis seiner Arbeit (beide Modelle wurden ebenso als Kompressor-Variante angeboten). Der Typ 24/100/140PS war in sechs verschiedenen Karosserievarianten aus Sindelfinger Fertigung erhältlich z.B. als offener Tourenwagen oder Pullmann-Limousine. Ferdinand Porsche übernahm für seine 1924 auf den Markt kommende Neukonstruktionen das noch von Paul Daimler eingeführte Prinzip der Kompressoraufladung. Dieser „Roots-Kompressor“ ist in einem mit Kühlrippen versehenen Gehäuse aus Leichtmetall am vorderen Ende des Motors angebracht. Er wird durch Niederdrücken des Gaspedals, ähnlich der Kickdown-Stellung bei heute üblichen Automatikgetrieben, über eine Lamellenkupplung zugeschaltet.

Die Karosserien wurden entweder im Werk Sindelfingen hergestellt oder, wie es damals gerade beim Bau von Spitzenautomobilen üblich war, von namhaften internationalen Carosseries nach Kundenwunsch hergestellt.

Dieser Mercedes wurde auf dem New Yorker Auto Salon, ausgestattet mit einem Kompressor-Motor, im Jahre 1925 präsentiert. Besonders auffällig waren seine markanten Holz-Speichen-Räder, welche gegen Aufpreis zur Sonderausstattung zählten. Direkt auf der Ausstellung wurde dieser 24/100/140PS von Archibald Andrews, einem New Yorker Nachtclub-Besitzer erworben. Andrews schickte das Chassis zum Coachbuilder Murphy nach Pasadena, um sich eine sportliche Roadster-Karosserie aufbauen zu lassen. Das von Walter M. Murphy gegründete Unternehmen wurde unter anderem durch Sonderaufbauten für Duesenberg-Chassis berühmt, welche Mitte der 1920er-Jahre für bekannte Schauspieler und andere Hollywood-Größen gefertigt wurden. Diese Sonderkarosserie trägt das Fahrzeug noch heute.

In den späten 1920er Jahren zog Andrews mit seinem Fahrzeug nach Hollywood. Ende der 1930er erwarb die Schauspielerin Vivien Harvey das Fahrzeug. 1942 übernahm Jack Forney aus Fort Collins, Colorado im Tausch gegen Eisenbahn-Ersatzteile und Accessoires das Fahrzeug, welches bis 1985 in seinem Besitz blieb.

1986 erwarb der Sammler Herr Lüscher das Fahrzeug, welches sich mittlerweile in einem desolaten, aber kompletten Zustand, befand. Er entschied sich dazu, das Fahrzeug von Mike Fennell komplett restaurieren zu lassen. Nach Fertigstellung der Restauration 1987 wurde es erstmals wieder der Öffentlichkeit auf dem Pebble Beach Concours d`Elegance vorgestellt. Es wurde mit einem der ersten Plätze seiner Klasse ausgezeichnet. Anschließend kam dieses einzigartige, elegante Fahrzeug nach Europa zurück, um die exklusive Sammlung von Herrn Lüscher zu komplettieren.

 

Die Geschichte

Oder wie es ihm über die Jahre so erging.

Das Fahrgestell mit Motor wurde 1925 auf dem New Yorker Auto Salon ausgestellt, dort verkauft und dann von der Firma Murphy mit einer Karosserie versehen, die sich an das Duesenbergdesign anlehnt. Die detaillierte Geschichte des Fahrzeugs ist bekannt. 

Der Zustand

Oder wie er wirklich ist: Original, Geliftet oder Runderneuert?

Mitte der 80-er wurde das Fahrzeug als Scheunenfund entdeckt und danach von Grund auf restauriert, ohne Rücksicht auf die Kosten. Der Wagen ist bis ins letzte Detail perfekt – eine Augenweide ist besonders der Motor.

Die Verwendung

Oder was kann er noch?

Sammlungen, Veranstaltungen und Concours d´Elegance sind seine wahre Bestimmung bis heute. Schon 1987 errang er nach der Restaurierung beim Concours d´Elegance in Pebble Beach eine der ersten Platzierungen – und diese Qualität besitzt das Fahrzeug heute noch.